Wir, als TEKON-Team, unterstützen junge Menschen in Namibia.

Mit einem vom TEKON-Team erwirtschafteten Betrag von über 50.000,- EUR unterstützen wir ein aktuelles nachhaltiges Projekt in Namibia.

 

Ausbildung beim Namibian Institute for Mining and Technology (NIMT)

 

Mit einem vom TEKON-Team erwirtschafteten Betrag von über 50.000,- EUR unterstützen wir ein aktuelles nachhaltiges Projekt in Namibia: die Wiederverwendung von Abwasser als Lehrinhalt für berufliche Schulen in Namibia.

Die Familie Riehle hat 2005 die Hans Riehle Education Trust in Windhoek mit dem Ziel gegründet, durch handwerkliche Berufsausbildung eine solide Grundlage für die wirtschaftliche Selbständigkeit Jugendlicher aus den ärmsten Bevölkerungsschichten zu schaffen und somit zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung Namibias beizutragen. Dies erfolgt heute durch Unterstützung von Projekten des Namibian Institute for Mining and Technology (NIMT) in Form von Stipendien oder auch gemeinsamer Projekte.

 

Das NIMT ist eine gemeinnützige Organisation in Namibia mit Bildungseinrichtungen an drei Standorten für derzeit 3.000 Auszubildenden. Projektstandorte sind die Bildungseinrichtungen in Tsumeb (Oshikoto), Arandis (Erongo) und Keetmanshoop (Karas). Das Institut ist allen jugendlichen Schulabgängern Namibias zugänglich, die eine vierjährige Berufsausbildung anstreben. Bei den Auszubildenden handelt es sich überwiegend um Farbige. Die Ausbildung im NIMT führt zum Facharbeiterbrief in den Fächern Werkzeugmacher, Dreher, Schweißer, Kfz-Mechaniker, Elektriker, Mechatroniker, Fliesenleger, Schreiner, Flaschner, Heizungsinstallateur und Schneider.

 

Mit seinen mittlerweile ca. 1.200 jungen Menschen, die jährlich ihren Facharbeiterbrief erhalten, wird ein wesentlicher Grundstein für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Namibias gelegt. Wegen der großen Distanzen findet der schulische Teil der Ausbildung in zusammengefassten Blöcken statt. Die Auszubildenden werden in ihren Heimatdörfern abgeholt und können während des Blockunterrichts im angegliederten Internat wohnen.

 

Mit der Installation von Abwasseraufbereitungsanlagen an allen drei Standorten kann der Trinkwasserverbrauch deutlich gesenkt werden. Das in den Aufbereitungsanlagen gewonnene Brauchwasser soll im Sanitärbereich und zur Bewässerung der Grün- und Gartenanlagen verwendet werden, wozu bisher Frischwasser verwendet wurde.

 

Gemäß einer Analyse kann die Nachrüstung an diesen drei Standorten zu einer Einsparung von ca. EUR 50.000,- pro Jahr führen. Damit könnten pro Jahr ca. 30 junge Namibier, die sich das Schulgeld normalerweise nicht leisten könnten, mit einem Vollstipendium ausgestattet werden. Gleichzeitig wird die knappe und damit für Namibia sehr wertvolle Ressource Wasser geschont. Entscheidend ist, dass die Bevölkerung in die Entwicklung und Umsetzung der Technologien eingebunden wird. Die technische Umsetzung wird gemeinsam mit den Berufsschülern und der Bevölkerung vor Ort besprochen. Die Berufsschüler werden in der Anlagentechnik ausgebildet, so dass sie Installations- und Wartungsarbeiten durchführen können. Durch diese Maßnahmen sollen Arbeitslosigkeit und Armut in der Region reduziert und die Fähigkeit zur Selbstversorgung gestärkt werden.

 

Fazit

Beides, Förderung der Berufsausbildung und Schonung der Wasserressourcen, sind bedeutende Ziele einer nachhaltigen Entwicklung. Die Abgänger sind einerseits bei den Firmen der im Aufbau befindlichen Industrie und dem Gewerbe Namibias sehr begehrt und für deren Fortentwicklung von großer Bedeutung. Andererseits werden sie auch gezielt auf eine spätere Selbstständigkeit vorbereitet. Durch diese Befähigung können sie, nach Rückkehr in ihre Heimatdörfer, Werkstätten und Kleinbetriebe aufbauen, die vor Ort zunächst Arbeitsplätze und später Ausbildungsplätze anbieten. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass in der Fläche des Landes kompetent arbeitende Handwerksfachbetriebe, entstehen.